Recruiting Analytics

Recruiting Analytics

Recruiting Analytics bezeichnet die systematische Analyse und Auswertung von Daten im Recruiting-Prozess, um fundierte Entscheidungen zu treffen und die Effizienz der Personalbeschaffung nachhaltig zu verbessern. Durch den gezielten Einsatz von Datenanalyse können Unternehmen Bewerbungsprozesse optimieren, Kandidaten besser bewerten und Recruiting-Strategien datenbasiert anpassen.

Inhaltsverzeichnis:

Zum Hintergrund:
Recruiting Analytics hat sich in den letzten Jahren aus der Notwendigkeit entwickelt, Recruitingprozesse effizienter, transparenter und messbarer zu gestalten. Bis heute basiert die Personalgewinnung in vielen Unternehmen ausschließlich auf Erfahrungswerten und Intuition, während harte Daten selten systematisch erfasst und ausgewertet werden.

Doch mit steigenden Anforderungen an das Recruiting – etwa durch den Fachkräftemangel, den digitalen Wandel und dem zunehmenden arbeitgeberseitigen Wettbewerb – wird klar, eine datenbasierte Entscheidungsgrundlage ist unverzichtbar.


Die Entwicklung von Bewerber-Management-Systemen (ATS), Schnittstellen-Technologien und nicht zuletzt Statistiken bzw. Datenpools zur eigenen Zielgruppe haben es ermöglicht, Daten aus verschiedenen Quellen miteinander zu verknüpfen. Erst durch diese ganzheitliche Vernetzung entsteht eine aussagekräftige Datenlandschaft, mit der sich nachhaltige Erfolge erzielen lassen.

Recruiting Analytics ist kein kurzfristiger Trend, sondern die Grundlage für eine zukunftsfähige, skalierbare und effiziente Talentgewinnung.

Recruiting Analytics, People Analytics oder Talent Intelligence – wo liegt der Unterschied?

Recruiting Analytics hilft dir, den gesamten Recruitingprozess zu verstehen und gezielt zu verbessern.
Doch wie unterscheidet es sich von People Analytics und Talent Intelligence?

  • Recruiting Analytics gibt dir detaillierte Einblicke in deine Bewerbungsprozesse. Du erfährst, welche Kanäle die besten Talente liefern, wo Engpässe im Recruitingprozess entstehen und wie du schneller die richtigen Kandidaten einstellst.
  • People Analytics betrachtet das gesamte Personalmanagement. Es geht über das Recruiting hinaus und hilft, Themen wie Mitarbeiterzufriedenheit, Fluktuation und Performance zu analysieren.
  • Talent Intelligence kombiniert interne HR-Daten mit externen Marktdaten, um strategische Entscheidungen in der Personalgewinnung zu verbessern.

Recruiting Analytics, People Analytics und Talent Intelligence spielen jeweils unterschiedliche, aber komplementäre Rollen im Personalmanagement.
Während Recruiting Analytics sich auf den Einstellungsprozess konzentriert, bietet People Analytics eine breitere Perspektive auf das gesamte Personalmanagement, und Talent Intelligence liefert wertvolle Einblicke in die Zielgruppe, den Markt und Wettbewerb. Durch die Kombination dieser Ansätze können Unternehmen eine nachhaltige Talentgewinnung sicherstellen.

Warum ist Recruiting Analytics wichtig für HR?

Recruiting Analytics ist für HR von unschätzbarem Wert, weil es den gesamten Rekrutierungsprozess in transparente, messbare Schritte zerlegt. Auf den ersten Blick mag das Besetzen einer freien Stelle einfach erscheinen, doch in der Praxis sind oft mehrere komplexe Phasen involviert. Jede dieser Phasen, von der Zielgruppenansprache über das eigentliche Auswahlverfahren bis hin zu Vertragsverhandlungen und Onboarding, bringt eigene Herausforderungen mit sich.

Ohne den Einsatz von Daten und Kennzahlen können selbst kleine Probleme schnell unentdeckt bleiben. So kann es beispielsweise vorkommen, dass eine vakante Stelle versehentlich offline geht oder wichtige Rückmeldungen ausbleiben, weil interne Prozesse nicht reibungslos funktionieren. Technische Hürden, wie Probleme beim Upload von Bewerbungsunterlagen, oder Verzögerungen im Feedback einzelner Abteilungen können den Ablauf zusätzlich stören.

Mit Recruiting Analytics erhalten Recruiter_innen alle Informationen, die benötigt werden, um mögliche Engpässe frühzeitig zu identifizieren und gezielt zu beheben. Dies führt zu einer deutlichen Optimierung des Prozesses, einer besseren Bewerbererfahrung und letztlich zu einer höheren Qualität der Neueinstellungen. Zudem erlaubt es, den Erfolg und die Wirtschaftlichkeit der Recruiting-Maßnahmen messbar zu machen. Kurz gesagt: Recruiting Analytics gibt HR die Werkzeuge an die Hand, um den Rekrutierungsprozess systematisch zu verbessern und strategische Entscheidungen auf einer soliden Datenbasis zu treffen.

Welche KPI`s sind für Recruiting Analytics wichtig?

Um Recruitingprozesse konsequent weiterentwickeln zu können, bedarf es einer klaren Analyse und Messbarkeit. Dafür kommen quantifizierbare Kennzahlen ins Spiel, die Aufschluss darüber geben, wie gut die einzelnen Schritte im Recruiting-Prozess funktionieren. Sogenannte KPI's (Key Performance Indicators) ermöglichen es, Stärken und Schwächen im Prozess zu identifizieren, Ressourcen zielgerichtet einzusetzen und letztlich die Qualität der Einstellungen zu verbessern.

KPI's sollten immer individuell an die Prozesse und Anforderungen eines Unternehmens angepasst werden. Dabei ist wichtig, dass diese nicht nur einmalig erhoben werden, sondern fester Bestandteil in der Erfolgsmessung und Planung werden.

Ein Fehler, der häufig gleich zu Beginn gemacht wird, ist, dass HR-Bereiche versuchen, mit einer teils unvollständigen Datenbasis möglichst viele KPI's gleichzeitig zu erfassen. Dies führt schnell zu Überforderung und falschen Interpretationen. Wer im datengetriebenen Recruiting langfristig Erfolg haben will, sollte zunächst mit wenigen Kennzahlen starten und schrittweise mit den Erfahrungen und Erkenntnissen wachsen.

Die Time-to-Fill misst die Zeitspanne zwischen der Veröffentlichung einer Stellenausschreibung und der tatsächlichen Besetzung der Position. Sie ist ein zentraler Indikator für die Effizienz des gesamten Recruiting-Prozesses und gibt Aufschluss darüber, wie schnell ein Unternehmen offene Stellen besetzen kann. Eine lange Time-to-Fill kann auf einen schwierigen Bewerbermarkt, komplexe interne Entscheidungsprozesse oder ineffiziente Recruiting-Strategien hinweisen.

Beispiel:
Wird eine Stelle am 1. Januar ausgeschrieben und am 15. März besetzt, beträgt die Time-to-Fill 74 Tage.

Rechnung:
Time-to-Fill = Datum der Einstellung – Datum der Stellenausschreibung

Die Time-to-Hire misst die Zeit, die zwischen der ersten Interaktion mit einem Kandidaten und der Vertragsunterzeichnung vergeht. Sie zeigt, wie schnell ein Unternehmen nach der Identifikation eines geeigneten Bewerbers reagiert. Eine zu lange Time-to-Hire kann dazu führen, dass Top-Kandidaten abspringen und zur Konkurrenz wechseln. Unternehmen mit einer kurzen Time-to-Hire haben oft effizientere Entscheidungs- und Auswahlprozesse.

Beispiel:
Ein Kandidat bewirbt sich am 10. März und unterschreibt den Vertrag am 25. März. Die Time-to-Hire beträgt 15 Tage.

Rechnung:
Time-to-Hire = Datum der Vertragsunterzeichnung – Datum der ersten Kandidateninteraktion

Diese Kennzahl gibt an, wie viel Geld im Durchschnitt für eine erfolgreiche Einstellung ausgegeben wird. Sie umfasst alle internen und externen Recruiting-Kosten, darunter Stellenschaltungen, Personalkosten, Recruiting-Software, Employer Branding und externe Dienstleister. Eine zu hohe Cost-per-Hire kann auf ineffiziente Recruiting-Kanäle oder langwierige Prozesse hinweisen.

Beispiel:
Gibt ein Unternehmen 50.000 € im Jahr für Recruiting aus und stellt 25 neue Mitarbeitende ein, liegt die Cost-per-Hire bei 2.000 €.

Rechnung:
Cost-per-Hire = Gesamte Recruiting-Kosten / Anzahl der Einstellungen

Dieser KPI zeigt, welche Recruiting-Kanäle (z. B. Jobportale, Social Media, Mitarbeiterempfehlungen) die besten Bewerber liefern. Unternehmen können dadurch erkennen, welche Kanäle am effizientesten sind und ihr Budget gezielt dort investieren, wo die besten Talente gewonnen werden.

Beispiel:
40 % der Neueinstellungen kommen über Mitarbeiterempfehlungen, während nur 10 % über eine Jobbörse generiert werden. Daraus lässt sich ableiten, dass das Empfehlungsprogramm besonders effektiv ist.

Diese Kennzahl zeigt, wie viele Bewerber ein Jobangebot tatsächlich annehmen. Eine niedrige Offer Acceptance Rate kann darauf hindeuten, dass Gehalt, Benefits oder Unternehmenskultur nicht attraktiv genug sind oder dass die Konkurrenz bessere Angebote macht. Unternehmen mit einer hohen Offer Acceptance Rate haben meist eine starke Arbeitgebermarke und attraktive Arbeitsbedingungen.

Beispiel:
Von 20 unterbreiteten Jobangeboten werden 15 angenommen.

Rechnung:
Offer Acceptance Rate = (Anzahl angenommener Angebote / Anzahl unterbreiteter Angebote) × 100

Diese Metrik bewertet, wie erfolgreich neue Mitarbeitende nach der Einstellung sind. Sie kann durch Faktoren wie Performance-Bewertungen, Zufriedenheit des Teams oder langfristige Bindung an das Unternehmen gemessen werden. Eine hohe Quality of Hire bedeutet, dass der Recruiting-Prozess nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig erfolgreich ist.

Beispiel:
Ein Unternehmen bewertet die Leistung neuer Mitarbeitender nach sechs Monaten auf einer Skala von 1 bis 5. Der Durchschnitt liegt bei 4,2, was auf eine gute Einstellungsqualität hinweist.

Dieser KPI misst, wie Bewerber den gesamten Recruiting-Prozess wahrnehmen. Die Zufriedenheit wird oft durch Umfragen nach Interviews oder Bewerbungsphasen erfasst. Eine schlechte Candidate Experience kann dazu führen, dass Talente abspringen und das Unternehmen negativ bewerten, während eine positive Erfahrung die Arbeitgebermarke stärkt.

Beispiel:
Bewerber geben auf einer Skala von 1 bis 10 ihre Zufriedenheit an. Der Durchschnittswert beträgt 8,2, was auf eine sehr gute Candidate Experience hinweist.

Dieser Wert gibt an, wie viele Interviews durchschnittlich geführt werden, bevor ein Jobangebot gemacht wird. Eine hohe Interview-to-Offer Ratio kann darauf hindeuten, dass zu viele ungeeignete Kandidaten eingeladen werden oder dass der Auswahlprozess zu lange dauert.

Beispiel:
Ein Unternehmen führt 30 Interviews und vergibt daraus 6 Jobangebote.

Rechnung:
Interview-to-Offer Ratio = Anzahl der Interviews / Anzahl der unterbreiteten Angebote

Die Dropout Rate misst, in welcher Phase des Recruiting-Prozesses Bewerber abspringen. Eine hohe Dropout Rate kann auf lange Wartezeiten, schlechte Kommunikation oder unattraktive Konditionen hinweisen. Besonders kritisch ist ein hoher Abbruch während der Vertragsverhandlung oder kurz vor dem Onboarding.

Beispiel:
Von 100 Bewerbern ziehen sich 25 aus dem Prozess zurück.

Rechnung:
Dropout Rate = (Anzahl der ausgestiegenen Bewerber / Gesamtzahl der Bewerber) × 100

Dieser Wert misst, wie zufrieden die Fachbereiche mit den eingestellten Kandidaten und dem Recruiting-Prozess sind. HR kann durch regelmäßiges Feedback feststellen, ob die Auswahlprozesse den Anforderungen entsprechen und wo Verbesserungspotenzial besteht.

Beispiel:
Eine interne Umfrage unter Hiring Managern zeigt, dass 85 % mit der Qualität der Neueinstellungen zufrieden sind. Dies deutet auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen HR und den Fachbereichen hin.

1. Die richtigen Fragen stellen
Bevor Daten erhoben werden, sollte geklärt werden, welche Herausforderungen im Recruiting-Prozess bestehen. Ohne eine klare Zielsetzung bleibt die Analyse wirkungslos.

Wichtige Fragen zu Beginn:

  • Wie lange dauert es, bis eine Stelle besetzt wird?
  • Welche Kanäle liefern die besten Bewerber?
  • Warum springen Kandidaten im Bewerbungsprozess ab?

Diese Fragen helfen, den Fokus auf relevante Kennzahlen zu legen und den ersten Analyseansatz sinnvoll zu gestalten.

2. Mit wenigen, aussagekräftigen Kennzahlen starten
Es ist nicht notwendig, sofort eine Vielzahl von KPIs zu messen. Viel wichtiger ist es, einige essenzielle Kennzahlen konsequent zu erfassen.

➡ Empfohlene KPIs für den Einstieg:

  • Time-to-Fill & Time-to-Hire: Wie lange dauert eine Einstellung?
  • Cost-per-Hire: Welche Kosten entstehen pro Einstellung?
  • Source of Hire: Woher kommen die besten Bewerber?

Diese grundlegenden KPIs liefern erste wertvolle Erkenntnisse, die leicht messbar und direkt umsetzbar sind.

3. Datenquellen identifizieren und nutzen
Viele relevante Daten sind oft bereits vorhanden, müssen aber systematisch erfasst und ausgewertet werden. Wer ein Bewerbermanagementsystem (ATS) oder HR-Software nutzt, kann dort wichtige Kennzahlen abrufen. Falls solche Systeme nicht vorhanden sind, können einfache Tabellen als Übergangslösung dienen.

➡ Wichtige Datenquellen:

  • ATS (Applicant Tracking System): Daten zu Bewerberzahlen, Status und Einstellungsdauer
  • HR-Software: Recruiting-Kosten, Personaldaten
  • Feedback-Tools: Bewertungen von Bewerbern zur Candidate Experience

Sobald diese Datenquellen genutzt werden, lassen sich gezielt Muster und Engpässe im Recruiting-Prozess erkennen.

4. Erste Analysen durchführen & Muster erkennen
Daten allein bringen keinen Mehrwert, wenn sie nicht sinnvoll analysiert werden. Der erste Schritt ist daher, wiederkehrende Muster und Schwachstellen im Recruiting-Prozess zu identifizieren.

➡ Beispiele für relevante Muster:

  • Dauert die Time-to-Hire besonders lange, weil Interviews verzögert werden?
  • Sind die Cost-per-Hire unverhältnismäßig hoch, weil teure Kanäle nicht genug qualifizierte Bewerber bringen?
  • Verlieren viele Bewerber im Prozess das Interesse, was sich in einer hohen Dropout-Rate zeigt?

Diese Erkenntnisse helfen, gezielte Maßnahmen zur Prozessverbesserung zu entwickeln.

5. Recruiting-Maßnahmen anpassen und testen
Nachdem erste Muster erkannt wurden, können gezielte Maßnahmen umgesetzt werden, um Engpässe zu beheben. Wichtig ist es, Optimierungen schrittweise vorzunehmen und den Erfolg regelmäßig zu überprüfen.

➡ Mögliche Optimierungen:

  • Time-to-Hire zu lang? → Schnellere Rückmeldungen und klarere Entscheidungsprozesse etablieren.
  • Hohe Cost-per-Hire? → Budget gezielter auf effektive Kanäle wie Mitarbeiterempfehlungen verteilen.
  • Schlechte Candidate Experience? → Kommunikation verbessern und Wartezeiten reduzieren.

Nur durch kontinuierliches Testen und Optimieren lassen sich Recruiting-Prozesse nachhaltig verbessern.

6. Recruiting Analytics als festen Bestandteil etablieren
Datengetriebenes Recruiting ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Langfristig sollte Recruiting Analytics in die tägliche Arbeit von HR integriert werden.

➡ Schritte zur nachhaltigen Implementierung:

  • Weitere KPIs einführen, z. B. Quality of Hire oder Interview-to-Offer Ratio.
  • Automatisierte Dashboards nutzen, um Daten regelmäßig und visuell aufzubereiten.
  • Regelmäßige Meetings mit HR und Fachbereichen einführen, um datenbasierte Entscheidungen gemeinsam zu treffen.

Je stärker datengetriebenes Arbeiten in den Alltag integriert wird, desto nachhaltiger verbessert sich die Recruiting-Performance.

Vertiefe jetzt dein Wissen in der Trendence Academy

Podcast

In Zusammenarbeit mit führenden HR- und Recruiting Expert_innen lernst du in der Trendence Academy wie du Daten analysierst, welche Erkenntnisse du daraus ableiten kannst und wie du erfolgreich Recruiting-Prozesse innerhalb deines Unternehmens aufsetzen kannst. Wir machen dich zum Daten-Experten und überlassen dabei nichts dem Zufall!

Welche Ziele verfolgt Recruiting Analytics?

Ein erfolgreicher Recruiting-Prozess basiert nicht nur auf Erfahrung, sondern vor allem auf datenbasierten Entscheidungen. Recruiting Analytics hilft, den gesamten Prozess messbar zu machen, Engpässe frühzeitig zu erkennen und gezielt zu optimieren. Doch welche konkreten Ziele werden mit Recruiting Analytics genau verfolgt?

Prozessoptimierung

Effizientere und schnellere Gestaltung des Recruiting-Prozesses:

  • Time-to-Hire & Time-to-Fill messen → Verzögerungen erkennen und beheben.
  • Dropout Rate analysieren → Gründe für Bewerberabbrüche identifizieren.
  • Prozesse automatisieren → KI-gestützte Auswahl und Interviewplanung.

Kostenkontrolle & Budgetefizienz

Recruiting-Kosten senken und Investitionen gezielt einsetzt bzw. kontrollieren

  • Cost-per-Hire berechnen → Kosten pro Einstellung vergleichen.
  • Source-of-Hire analysieren → Effektive Kanäle gezielt nutzen.
  • Fehlbesetzungen vermeiden → Quality-of-Hire verbessern.

Qualität der Einstellungen verbessern

Passende Mitarbeiter im Sinne der Stellenkompetenz und Unternehmenskultur finden:

  • Hiring Manager Feedback einholen → Zufriedenheit mit neuen Mitarbeitenden messen.
  • Performance-Analysen nutzen → Erfolgsquote neuer Mitarbeitender bewerten.
  • Retention Rate messen → Frühfluktuation verhindern.

Optimierung Candidate Experience

Bewerbungsprozess auf die Zielgruppe abstimmen um Bewerbungsabbrüche zu reduzieren:

  • Candidate Experience Score erheben → Feedback gezielt auswerten.
  • Schnellere Kommunikation → Transparenz im Bewerbungsprozess steigern.
  • Time-to-Hire reduzieren → Verzögerungen vermeiden.

Arbeitgebermarke stärken

Bewerbungsqualität anheben durch klare Kommunikation und attraktives Employer Branding:

  • Social Media & Bewertungsplattformen analysieren → Auftritt und Ansprache verbessern.
  • Offer Acceptance Rate messen → Jobangebote attraktiver gestalten.
  • Mitarbeiterempfehlungen fördern → Hochwertige Bewerber gewinnen.

Zusammenarbeit mit den Fachbereichen verbessern

Recruiting-Prozesse besser auf Unternehmensbedürfnisse abstimmen und den Teamübergreifenden Austausch fördern:

  • Hiring Manager Satisfaction messen → Qualität der Kandidaten bewerten.
  • Anforderungsprofile optimieren → Passgenauere Stellenausschreibungen.
  • Interview-to-Offer Ratio analysieren → Effizienz der Auswahlprozesse steigern.

Fazit

Recruiting Analytics ist nicht nur ein Werkzeug zur Prozessoptimierung, sondern ein entscheidender Erfolgsfaktor für eine nachhaltige Talentstrategie. Neben der Effizienzsteigerung bietet es Unternehmen die Möglichkeit, ihre Arbeitgeberattraktivität gezielt zu analysieren und datenbasiert zu verbessern.

Eine wichtige Ergänzung ist die Verbindung von Recruiting Analytics mit Predictive Analytics – also der vorausschauenden Nutzung von Daten, um Personalbedarfe frühzeitig zu erkennen und strategisch darauf zu reagieren. Unternehmen können so nicht nur aktuelle Prozesse optimieren, sondern ihre Recruiting-Strategie langfristig ausrichten, um Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Zudem sollten Unternehmen nicht nur auf quantitative KPIs achten, sondern auch qualitative Daten, wie Bewerberfeedback oder die Zufriedenheit der Hiring Manager, in ihre Analysen einfließen lassen. Erst durch die Kombination aus Zahlen, Erfahrungswerten und strategischer Vorausschau entsteht eine ganzheitliche Recruiting-Intelligenz, die Unternehmen hilft, Talente gezielt und nachhaltig zu gewinnen.

Um diese datenbasierte Strategie effektiv umzusetzen, bietet der HR-Monitor eine wertvolle Unterstützung. Als umfassendes Statistik-Portal liefert er aktuelle Daten aus eigener Marktforschung, die das Verhalten und die Wünsche von tausenden Arbeitnehmenden in Deutschland abbilden. Dies ermöglicht es Unternehmen, Recruiting-Maßnahmen präzise auf die Bedürfnisse der Talente auszurichten und somit die Effizienz und Erfolgsquote bei der Personalgewinnung signifikant zu steigern.